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14/12/2020

|  Daniel Nister

Serbiens Fußballkrise - Wie Matthias Sammer’s Reformen beim DFB den erfolgreichen Weg ebneten

Matthias Sammer und Prof. Dr. Karsten Schumann beim beobachten während einer DFB Maßnahme

© Privatarchiv

Fifa Weltrangliste von 2005 - 2020 (www.fifa.com)

Fifa Weltrangliste von 2005 - 2020 (www.fifa.com)

Die Spielphilosophie des DFB © DFB

„Zweiter oder Dritter ist mir, bei allem Respekt, dann eben nicht genug!“
- Matthias Sammer

„Das sind Spieler die entschieden haben, auf dem Spielfeld 100% zu geben, weil Sie das als Ehre, als Privileg und als Pflicht ansehen, ihrem Volk, Ihrem Land und ihrem Team gegenüber maximalen Einsatz zu zeigen“.
- Vladimir Grbić 

Trainingsclub Rangliste mit den Vereinen die am häufigsten Profi Fußballer innerhalb Europas ausbildeten. | Football Consulting Nister mod. nach CIES Football Observatory, 2020

Trainingsclub Rangliste mit den Vereinen die am Häufigsten Profi Fußballer innerhalb Europas ausbilden.
| Football Consulting Nister mod. nach CIES Football Observatory, 2020

Was Nikola Tesla hier beschreibt ist eine Idee, die zuerst im Kopf entsteht, durchdacht und mental durchgeführt wird. Er ist bekannt für seine vielen Erfindungen und Innovationen. 

Sollte etwas nicht funktionierten hat er überlegt was er anpassen muss damit es funktioniert oder er hat disruptiv einen ganz neuen Plan entwickelt. 


Es ist der 12.11.2020 spät in der Nacht in Belgrad. Kenny McLean vom schottischen Team tritt zum Elfmeter an und trifft zum 5:4 Siegtreffer aus schottischer Sicht im Elfmeterschießen. Serbiens Unterfangen an der EM 2021 teilzunehmen erlischt mit dem Ball der die Torlinie passiert. 


Seitdem wird heiß diskutiert, verschiedene Ansichten dargestellt und vieles wird in Frage gestellt. Es wird viel kritisiert und gerechtfertigt. Es geht dabei häufig um Personen und Beziehungen. 

Eine Streitkultur ist wichtig um voran zu kommen. 


Dabei ist es allerdings zukunftsorientierter wenn wir uns zuerst dem Inhalt widmen und daraus dann Verantwortlichkeiten ableiten und Beziehungen hinzu kommen. Deshalb lautet die aus Sicht des Autors über allem Schwebende frage: 


Warum hat es, aus inhaltlicher Perspektive, wieder nicht funktioniert ?


Als Fußballtrainer, geboren und aufgewachsen in Deutschland mit serbischen Wurzeln, verfolge ich die sportlichen Ereignisse in Serbien seit jeher leidenschaftlich interessiert.


Serbien - ein Land so groß wie das Bundesland Hessen - ist ein sehr sportbegeistertes Land. Viele Erfolge und große Titel wurden durch serbische Sportler gewonnen und werden mit serbischer Freude gefeiert. 

Gerade in den Teamsportarten wie im Basketball, Volleyball, Wasserball und Handball ob Männer oder Frauen, es wird erfolgreiches geleistet.


Auffallend dabei ist, das gerade unter Druck und bei großen Ereignissen von diesen Sportlern Leistung gebracht wird. Das fokussieren auf die Aufgabe, die Konzentration und auch das gemeinsame Stemmen und Nichtakzeptieren  einer drohenden Niederlage konnte ich in den Spielen und Wettkämpfen häufig beobachten.

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Warum gelingt dies im Fußball nicht?! 

Diese Frage stelle ich mir schon eine ganze Zeit und nach dem aktuellen Scheitern bei der EM-Qualifikation noch intensiver und erinnere mich an meine Zeit beim DFB. 

Ich durfte zwischen 2009 und 2012 in verschiedenen Tätigkeiten beim DFB an der damaligen Entwicklung teilhaben und konnte vieles miterleben. 

Dort lernte ich auch Matthias Sammer und seinen Wissenschaftlichen Mitarbeiter Prof. Dr. Karsten Schumann kennen die später auch beim FC Bayern München erfolgreich beim ersten Triple des Vereins 2013 mitwirkten. 


Deutschland war Anfang der Jahrtausende ebenfalls in einer Fußball-Krise. 


Die Nationalmannschaft schied 2000 und 2004 bei den EMs in der Vorrunde aus  - nach dem Maßstab des DFB kläglich gescheitert. Auch der Jugendfußball war seit Jahrzehnten erfolglos. 


Daher wurde Matthias Sammer als Sportdirektor im April 2006 installiert. 


Als Spieler hat Sammer fast alles gewonnen: deutsche Meisterschaften, CL und Weltpokal, Europameister und den Ballon d’Or als bester Spieler Europas. 

Auch in seiner kurzen Trainertätigkeit hatte Sammer Erfolg, er ist immer noch der jüngste Meistertrainer in Deutschland. 


Als Persönlichkeit mit ausgeprägten Ehrgeiz und unbedingten Siegeswillen war die Zielstellung seiner Amtsübernahme klar: Zurück an die Weltspitze! 


Zur Unterstützung für das Erstellen und Implementieren von Konzepten holte sich Sammer einen Sportwissenschaftler an seine Seite. 

Gemeinsam mit -laut dem zuständigen Vizepräsidenten des DFB für den Jugendfußball so bezeichneten „Hirn“ - Schumann hat Sammer von 2006-2012 wichtige im deutschen Fußball Reformen angestoßen, die zu Änderungen führten und Deutschland im Nachwuchsbereich erfolgreich machten und eine wichtige Grundlage für den Weltmeistertitel 2014 legten. 


Mit Prof. Schumann habe ich mich intensiv ausgetauscht um mögliche Parallelen zur heutigen Situation Serbiens herauszuarbeiten. 


Ich bin der Frage nachgegangen, welche Inhalte muss ein erfolgreiches Konzept beinhalten und an welchen Stellschrauben hat der DFB damals gedreht um wieder in die Spur zu kommen und erfolgreich zu sein?


Niederlagen haben Ihre Ursachen

Als Sammer gemeinsam mit Schumann beim DFB antraten waren drei zentrale Probleme beim DFB vorhanden.
1. Der DFB hat keinen erfolgreichen Fußball gespielt. Gerade die beiden EMs 2000 und 2004 mit dem Ausscheiden in der Vorrunde waren für den Anspruch des deutschen Fußball eine Katastrophe. 


Neben dem offensichtlichen war das 2. Problem, dass der DFB „für keinen schönen Fußball stand. 

Als „Rumpelfußball“ wurde das damals bezeichnet. Wir hatten keine eigene Spielidee mit einer modernen Ausrichtung“ legt Schumann dar. 


Und 3. kam noch hinzu, dass dem DFB eine ausreichende Anzahl von Typen, die in engen Spielsituationen Verantwortung übernahmen - also Führungsspieler - gefehlt haben. 


„Wir hatten Oliver Kahn, der wurde aber 2006 aus der Nationalmannschaft aussortiert, und es blieb nur Michael Ballack. Wenn er gefehlt hat, wurde es noch schwieriger auf dem Platz“. Schumann zeigt klar auf wie wichtig eine eingehend Analyse der aktuellen Situation ist. 


„All diese Probleme galten für die A-Mannschaft bis zu den Nachwuchsmannschaften“, erläutert er weiter und führt aus: „Es kamen schlussendlich auch zu wenig Spieler mit einer ausreichenden Qualität und vor allem auch Mentalität nach oben“.  


Wie sieht vergleichsweise die aktuelle Situation in Serbien aus?


Serbische Talente

Serbischen Vereine leben von der Entwicklung von Spielern und deren Verkauf. Somit werden viele Talente die das Land ausbildet und zu Profis entwickelt hat frühestmöglich ins Ausland weiterverkauft.


Die statistischen Auswertungen von CIES Football Obervatory zeigen, dass unter den produktivsten Vereinen Europas, mit Roter Stern, Partizan und Vojvodina Novi Sad alleine drei serbische Vereine unter den Top 10 hinsichtlich der Anzahl entwickelter Profis stehen. 

In diesen Top 10 befinden sich auch Größen wie Real Madrid, Ajax Amsterdam und Sporting Lissabon. 


Diesem  spezifischen Thema habe ich mich gemeinsam mit Nikola Leposavić in einem Beitrag in der deutschen Fußballtraining-Zeitschrift gewidmet. 

Es geht dabei um die Qualität und Entwicklung serbischer Spieler.

Das Resümee daraus: Die Individuelle Qualität im serbischen Fußball ist zweifelsohne vorhanden und somit Potential für die Teilnahme an den Endturnieren in Europa und der Welt gegeben. 

Vor allem technisch sind die Spieler sehr gut ausgebildet, bewegungsschnell und die Siegermentalität liegt in unserer Sportgeschichte. 


Auch was Typen auf und neben dem Platz angeht, sind Voraussetzungen vorhanden. Dazu gehört aber auch Verantwortung für andere zu übernehmen und nicht nur für sich selbst. 


Spieler und Nachwuchsspieler sind also vorhanden. Wie sieht es mit den Ergebnissen und der Spielidee der Nationalmannschaften aus?

Die taumelnden „Adler“ 

Serbiens Nationalmannschaft befindet sich aktuell in der FIFA Rangliste auf dem 30. Platz. In den letzten 10 Jahren hat der Verband (A-Team bis U17) von 41 möglichen Teilnahmen bei finalen Turnieren an insgesamt nur 14 teilgenommen. 


Bei 66% der Turniere war Serbien mit seinen großartigen Talenten gar nicht vertreten! 

Hervorzuheben sind allerdings auch zwei große Erfolge in den Junioren-Nationalmannschaften. 

2013 wurde die U19 mit dem Trainer Ljubinko Drulović Europameister und 2015 die U20 mit dem Trainer Veljko Paunovic Weltmeister



Die A-Nationalmannschaft nahm bei möglichen 6 Turnieren nur 2010 und 2018 bei der Weltmeisterschaft teil und schied beide Male bereits in der Vorrunde aus.

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So scheint aktuell der Weltranglisten Platz 19 aus dem Jahre 2009 sehr weit weg. Mit der verpassten Teilnahme bei der EM im kommenden Jahr wird Serbien noch weitere Punkte verlieren und hat sich nun seit mehr als 20 Jahren nicht mehr für diese Endrunde qualifiziert. 


Die Frauen-Nationalmannschaft befindet sich auf Platz 41 der Fifa Weltrangliste. 

Für ein Endrundenturnier konnten sich in den vergangenen 10 Jahren lediglich die U19 bei der EM 2012 und die U17 für die EM 2016 qualifizieren. 


So kann man nicht unbedingt von erfolgreichem Fußball sprechen. 

Es gibt Lichtblicke, aber keine Konstanz.

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Auch was die Spielidee angeht, ist keine klare Philosophie zu erkennen. 

Es sind immer wieder wechselnde Ansätze, wechselnde Ideen und Aufstellungen bzw. Systeme zu erkennen . 


Das grundsätzliche Konzept in Serbien kann ich persönlich nicht aus der Ferne bewerten, da ich es nicht kenne und zu weit weg vom täglichen Geschehen bin.


Niederlagen haben aber Ihre Ursache und es bedarf einer eingehenden Analyse. Aus dieser ergeben sich dann Anpassungen, Veränderungen oder Neuausrichtungen für die Zukunft.


Der weite Weg zum Erfolg

Zurück nach Deutschland: Aus der eingehenden Analyse und den Problemen die mit dem Antritt 2006 vorlagen hat Sammer mit Unterstützung von Schumann neben dem Strategischen auch für die U-Mannschaften, neue Ziele festgelegt. 

Schumann zeigt auf in welche Richtung das damals ging. 

„Die sportlichen Ziele im Nachwuchs-, Frauen und Männerbereich mussten sein: Titel zu gewinnen!“. 


Dafür stand vor allem Sammer. Schumann erläutert: 

„Wenn er etwas anfasst, will er gewinnen“.

Weitere Ziele waren den Fußball und seine Faszination als gesellschaftlichen Wert weiter auszubauen und diesen als Bestandteil der Gesellschaft zu integrieren. 


Hier ging es nach Schumann um „das Gelingen, durch den Fußball die Bewegung der jungen Menschen zu unterstützen. Für den späteren Fußballer ist eine Grundmotorik wichtig. 

Deshalb müssen wir die Kinder bereits frühzeitig, in den Kindergärten und Schulen zu Bewegung anleiten und motivieren“.  


Entsprechend der Ziele wurden Leitlinien, Prinzipen und in Abstimmung mit der A-Nationalmannschaft eine deutsche Spielkultur erarbeitet. „Als Orientierung für unsere Trainer entwickelten wir ein Leitbild für unsere deutsche Spielkultur, die auf den Säulen Technik unter Druck, Fitness, Taktisches Konzept sowie Siegeswille und Teamgeist stand“. Diese ganzen Überlegungen wurden in einer DFB-Ausbildungskonzeption unter dem Titel „Der weite Weg zum Erfolg“ festgehalten. 


Im Gespräch mit Schumann über die Ausbildungskonzeption vertieften wir einige essentielle Themen, die besonders wichtig für den Gesamtprozess erscheinen und tauschten Erkenntnisse und Erfahrung aus. Dabei ging es unter anderem um das Thema Persönlichkeit und  Individualisierung, aber auch um die Stellung und Funktion des Trainers und seiner Stäbe. 


Die Vorbereitung von Gewinnern

Aus Sicht von Sammer und Schumann ist die Leistung im Fußball steuerbar.

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„Also haben wir auch die U-Mannschaften professionalisiert und einen hohen Anspruch an unsere U-Trainer gestellt.“ 

Schumann begründet diesen Schritt damit das die zukünftigen Nationalspieler schon viele Abläufe kennen sollten, sich an die Spielidee und Anforderungen gewöhnt haben und bestmöglich in ihrer Entwicklung durch den DFB unterstützt und begleitet werden. 


Also wurden in den U-Mannschaften die Stäbe mit ausgewählten Fachleuten erweitert. z.B. einem zweiten Co-Trainer, einen Arzt und 2-3 Physiotherapeuten, Videoanalysten, Ernährungswissenschaftler, Leistungsdiagnostiker und Fitnesstrainer, Psychologen sowie Teammanager und Zeugwarte aber auch Lehrer wurde neu neben dem Trainerstab in jeder U-Nationalmannschaft installiert . 


Sammer forderte die Siegermentalität bereits im Nachwuchs ein. Dem Widerstand vieler Trainer, welche die sportliche Ausbildung im Vordergrund sahen, entgegnete er auf dem Internationalen Trainerkongress (ITK) 2007 unter großem Beifall:


“Wir brauchen keine gut ausgebildeten Verlierer - wir brauchen gut ausgebildete Gewinner!“


Denn nur das Fußballerische auszubilden alleine reicht nicht. Und damit hat er Recht. 

Aus seinen eigenen Erfahrungen, Sammer gewann 1986 mit der DDR die U18 Europameisterschaft, weiß er wie wichtig es ist auch in jüngeren Jahren schon das Siegen zu lernen. 


So gewannen Neuer, Kroos, Götze und weitere Spieler in U-Mannschaften bereits Titel, bevor sie später auch den WM Titel 2014 holten. 


Auch andere Länder waren - wie z.B. Belgien oder England - in den letzten Jahren in einer Krise. Sie alle haben sich neu erfunden und mit einem stichhaltigen und nachhaltigen Konzept mit den U-Mannschaften beginnend den Weg für eine erfolgreiche Zukunft geebnet. 


Ein modernes Konzept für den Erfolg von morgen

Der Verband gilt als Flaggschiff und Zugpferd und muss demnach mit einem  modernen und ganzheitlichen Konzept vorneweg gehen. 

Aus meinem Gespräch mit Matthias Sammer’s wissenschaftlichem Mitarbeiter und den Eindrücken aus meiner Tätigkeiten beim DFB erkenne ich einige Parallelen. 


Natürlich bedarf es zunächst einer eingehend internen Analyse. 

Grundsätzlich bin ich fest davon überzeugt, dass Fünf Punkte entscheidend sind für den weiteren Weg der serbischen Nationalmannschaft. 


1. Identität und Spielkonzept

Es bedarf einer übergeordneten Strategie. 

Um gemeinsam positive Energie für dieses Vorhaben aufzubringen muss eine klare Identität und somit eine Stärke von Innen heraus erkennbar sein. 


Für was steht der serbische Fußball? Welche Identität verkörpern Spieler und Mitarbeiter? 


Zusätzlich zur Identität muss für jeden auch erkennbar sein welchen Fußball spielt Serbien? 


Eine erfolgsversprechende Spielidee mit effektiven Prinzipien erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit.


2. Kultur, Werte und Teamwork

Die Seele und Kultur eines Verbandes ermöglicht erst ein Miteinander in dem jeder Spieler und Mitarbeiter seine Stärken einbringt und Höchstleistung im Team vollbracht werden kann. 


Geeignete Strukturen, Hierarchien und die Organisation ermöglicht bessere Leistungen.


Das Zusammenstellen und Entwickeln optimal funktionierender Teams wird maßgeblich dafür sein ob Spieler beim FSS Ihre Leistung abrufen können.  


3. Trainerentwicklung und Professionalisierung der Stäbe

Trainer sind der Schlüssel bei der Entwicklung von Spielern und der Umsetzung von Spielideen. 


Hier gilt es diese bestmöglich aus- und weiterzubilden und somit die Fachkompetenz zu steigern. 

Bessere Trainer, können bessere Spieler entwickeln. 


Auch in den U-Nationalmannschaften gehören die bestmöglichen Trainer um das Optimale für den Verband rauszuholen. 


Die Professionalisierung der Trainerstäbe ist notwendig um das Maximale aus den jeweiligen Fachbereichen herauszuholen. So dass mehr Trainer aber auch mehr Experten ihre Stärken in den Verband bringen können. 


Will man nicht nur aufholen sondern auch überholen, ist es zudem wichtig sich zukunftsfähig und innovativ aufzustellen. Die Digitalisierung und der effektive Einsatz von Daten und Technologien wird weiter zunehmen und eine zusätzliche wichtige Rolle einnehmen. 


4. Talentförderung zukünftiger Spieler und Individualisierung

Spieler die in Zukunft für Serbien das Trikot tragen dürfen und das Spielkonzept umsetzen sind heute schon in der Entwicklung und müssen adäquat ausgebildet werden.


‍ Optimale Talentauswahl und -förderung um die Spieler früh an das, was sie später in der A-Nationalmannschaft erwartet, heranzuführen. 


Dabei bedarf es auch einer stärkeren Individualisierung bei der Entwicklung ihrer Leistungsvoraussetzungen: von der Athletik und Technik bis hin zur Taktik, Persönlichkeit und der mentalen sowie emotionalen Vorbereitung. 


5. Spieler und Persönlichkeit

Jeder einzelne Spieler ist auch als Mensch zu sehen. Somit muss die Persönlichkeit genauso entwickelt werden wie die fußballerischen Fähigkeiten. Eine starke Persönlichkeit sorgt für die nötige Stabilität als Spieler auf und außerhalb des Platzes. 


Zusätzlich geht es um mentale Themen wie Selbstvertrauen, Emotionen und um das unbedingte gewinnen wollen! Auf dem Spielfeld ein „Krieger“ zu sein. Und Gewinner auf dem Spielfeld sind nicht geboren: 


Resultate sind das Ergebnis von Leistung 

Ziel muss es sein, dass Serbiens Fußball-Nationalmannschaft das vorhandene Potential entfaltet und erfolgreich Fußball spielt. 


Das sich alle Auswahlteams für die nächsten großen Turniere, sowohl im Jugend-, Frauen- als auch im Männerbereich qualifizieren und dabei eine gute Rolle spielen. 

Das es wieder eine Freude für die Fans ist zuzuschauen wenn die Adler spielen. Das auf dem Rasen die Spieler vor Leidenschaft und Spielfreude sprühen. 


Dabei geht es in erster Linie um Leistung. Diese muss geplant und vorbereitet werden. 


Portugal (amtierender Europameister), Irland, Luxemburg und Aserbaidschan sind die Gegner um sich für die WM 2022 in Qatar zu qualifizieren. Es liegt nicht alleine an den Gegnern oder den Umständen ob die serbische Nationalmannschaft es schafft.  


Wir brauchen ein modernes Konzept, eine gemeinsame Kraftanstrengung und die nötige Leidenschaft damit wir eine entschlossene und erfolgreiche serbische Mannschaft erleben können. 







Zuschauer in Belgrad beim Volleyball in Serbien

© Nenad Mandić | Pixabay.com

© Privatarchiv

Fachbeitrag von Nister und Leposavić in der „Fussballtraining“ zur Talentausbildung in Serbien. © Philippka

Foto:FSS

Luka Jović mit offensichtlicher Spielfreude © FSS

Die DFB Ausbildungskonzeption „Der weite Weg zum Erfolg“. © DFB

Quellen: 

CIES. (2020). Exclusive training club rankings. Partizan ahead of Ajax.  https://football-observatory.com/IMG/sites/b5wp/2020/wp312/en/

FIFA. (2020). FIFA-World-Ranking - Serbia. https://de.fifa.com/fifa-world-ranking/associations/association/srb/men/

DFB. (2006). Der weite Weg zum Erfolg - Ausbildungskonzeption des DFB.

DFB. (2006). Die Seele unseres Spiels - Ein Leitfaden für U-Nationalspieler auf dem Weg zur Weltspitze.

DFB. (2009). Die Spielphilosophie des DFB.  

Müller-Reinhardt, I. (2020). Mensch Trainer. München: Riva Verlag

Nister, D. (2018). Potenziale schlummern überall. Fussballtraining. 36 (03), S. 14 - 21. Münster: Philippka Verlag

Nister, D. & Leposavić, N. (2020). Auf den Spuren von Luka Jović und Co. - So werden die Nachwuchstalente in Serbien entdeckt und gefördert. Fussballtraining. 38 (8), S. 6 - 13. Münster: Philippka Verlag

Schumann, K. (2013). Gut ist nicht gut genug. In Hönel, M. Matthias Sammer und der Fußball (S. 205 - 212). Berlin: Verlag Neues Leben

Schumann, K. (2020). Zur Persönlichkeit von Fußballtrainern. Fußballtrainer-Magazin. (11). Aachen: Meyer & Meyer Verlag 

Schumann, K., persönliche Mitteilung, 09.12.20

Vladimir Grbić. (2020). Concept of the line who divide two worlds. (Promotional Video). https://www.linkedin.com/posts/vladimir-grbic-1b586891_version-with-english-subtitles-concept-of-activity-6694970950431109120-Eo7C

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